"Das Ende des christlichen Abendlands als Chance!"
Der zerrissene Mensch ist auf der Suche nach einer heilen Welt, während die
Kirche als ratlos, abgewirtschaftet und vorgestrig erlebt wird und aus dem
(öffentlichen) Bewusstsein verschwindet. Viele Menschen erleben eine Kirche,
die um sich selbst mit ihren exotischen Themen kreist und unempfindlich für
Freude und Trauer, Hoffnungen und Ängste der Menschen ist. So wäre es doch an der Zeit, alte spirituelle und solidarische Wege wieder zu entdecken,
gerade weil in den Augen mancher das christliche Abendland gerade untergeht.

Wir erleben die Geburtswehen einer neuen Phase der Kirchengeschichte,
vielerorts begleitet von Angst vor dem Neuen und einem Rückzug auf
kirchlich-eigenartige und lebensfremde Themen. Dabei standen die Chancen
einer Verwirklichung des Christentums noch selten besser als jetzt.
Eine Kirche, befreit von politischen, kulturellen oder gar militärischen
Aufgaben, ist eine Kirche, die Kopf, Herz und Seele frei bekommt für das
Wesentliche, nämlich eine spirituelle Solidarität, die das Erhabene inszeniert und bei den Menschen, ihren Freuden, Sorgen, Hoffnungen und Nöten lebt.
(Quelle: newsletter/bildungswerk.at)

Vortrag von Dr. Rainald Tippow, Leiter der PfarrCaritas der EDW

27. Februar 2019 / 19:30 Uhr
Albrechtsbergersaal, Martinstraße 38 / 1.Stock